Liebe Freunde,
Danke für alle Unterstützung im Jahr 2025!
Im vergangenen Jahr konnten wir zu vier Gelegenheiten Hilfsgüter in die Ukraine bringen, waren insgesamt dreimal selbst vor Ort, durften viele kleinere und größere Projekte unterstützen sowie Familie Kovalov in einigen unserer sächsischen Gemeinden begrüßen. In den folgenden Zeilen wollen wir einen kleinen Rückblick geben und Danke sagen.
Rückblick Osterreise und Berichte aus der Ukraine
Vielen unter uns sind sicher noch die Bilder und Eindrücke unserer Osterreise vom vergangenen April vor Augen. Wir hatten nicht nur besondere und herzliche Begegnungen mit den Menschen aus der Westukraine rund um Cherche, den Christen aus der Region Kamin-Kaschirskyj oder Nowowolynsk (allesamt Oblast Wolynien), sondern waren auch gemeinsam mit Stepan Chwischtschuk und Pastor Wasilij Kovalov über Peresjaslaw (Rehazentrum der Ärztin Ala) und Poltawa bis hinein in die Region Charkiw in unmittelbarer Nähe zur Front unterwegs.
(Hier kann der Bericht der Osterreise nachgelesen werden)

In Poltawa durfte unser Team auch dank Ihrer Unterstützung mehr als 400 Monatsrationen an Grundnahrungsmitteln verteilen sowie die aktuell vor Ort lebenden Menschen aus Fluchtgebieten in einem kleinen Gottesdienst ermutigen. Im Nachgang zu unserem Besuch haben wir sehr viele bewegende Rückmeldungen erhalten.
Hier nur eine kleine Auswahl:
- „Gott sei Dank haben wir die Unterstützung der ganzen Welt!“
- „Das ist sehr wichtig für uns Menschen, die sich in einer sehr schwierigen Situation befinden!“
- „Möge Gott sie für ihre Freundlichkeit segnen!“
- „Danke, Gott, für alles!“
- „Christus ist auferstanden!“
Eine große Ermutigung waren ebenfalls die Vielzahl an Neugeborenen Paketen, die dank ihrer Spenden vom Donbas über Poltawa bis in die Westukraine verteilt werden konnten.

Die Gemeinde in Cherche (Westukraine, Oblast Wolyn) konnte in der vorletzten Juniwoche mithilfe unserer gemeinsamen finanziellen Unterstützung ein Sommercamp für mehr als 120 Kinder organisieren. Dem Pflegeheim in Kamin-Kaschirskyj (Westukraine, Oblast Wolyn) konnten wir dabei helfen, eine für die Bewohner sehr dringende Reparatur an den Fußböden umzusetzen. Im Herbst war Familie Kovalov wieder in einigen unserer sächsischen Gemeinden zu Gast, um vom Pastorendienst sowie von der Situation im Land zu berichten.

In den Zwischenzeiten schenkt Gott auch immer wieder Gelegenheiten, um im kleineren Maßstab Menschen zu begegnen, Not zu lindern und Hoffnung zu schenken. Gott selbst ist es, über den in Jesus Christus gesagt wird:
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“
(Die Bibel, Jesaja 42, 3)
Beispielhaft für eine Vielzahl weiterer Begegnungen
dieser Art steht die Geschichte einer Familie aus Nowowolynsk.
Ein Ehepaar, das zuerst einen pflegebedürftigen Sohn verloren und anschließend elf Kindern aus Kinderheimen ein neues Zuhause gegeben hat, stand im vergangenen Jahr vor großen Herausforderungen. Aufgrund der ständigen Schwankungen im Energienetz gingen nach und nach alle wichtigen Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler kaputt. Wie eine Spende aus einer Dresdner Schule dieser Familie half und ihr neue Kraft schenkte, kann unter diesem Link nachgelesen werden.

Im August 2024 musste Familie Kovalov samt Bäckereiausstattung und Wasseraufbereitungsstation aus Pokrowsk fliehen. Was sie zurücklassen mussten, waren ihre Heimat und die Räumlichkeiten ihrer Gemeinde, in denen Pastor Kovalov viele Jahre – und vor allem auch in den ersten zweieinhalb Jahren des Krieges – gemeinsam mit seiner Familie und weiteren Mitstreitern den Menschen gedient, Gottesdienste gehalten und Taufen gefeiert hatte.
Nach etwa einem Jahr als Flüchtlinge in Nowowolynsk (Westukraine, Oblast Wolynien) hat sich die Familie entschieden, einen Neustart zu wagen. Bereits im Juli haben wir zu Spenden für die Neuexistenzgründung von Familie Kovalov aufgerufen. Bis November 2025 sind etwas mehr als 25.000 € für diesen Sonderzweck zusammengekommen.
Die Familie hat zwischenzeitlich ein Grundstück mit einem teilfertiggestellten Haus erworben. Für die Kovalovs stellt dies eine enorm wichtige Grundlage dar, um neben der Nothilfe und vielen weiteren Aufgaben auch wieder im Gemeindedienst in einer neuen Region Fuß fassen zu können.
Wasilij ist weiterhin als Kaplan für das Gebiet Donezk tätig, und gemeinsam mit seinem Sohn Stanislav ist er mehrmals im Monat im Osten des Landes unterwegs. Sie unternehmen Evakuierungsfahrten, arbeiten als Militärseelsorger, unterstützen Krankenhäuser bei der medizinischen Versorgung von Soldaten und Verwundeten. Einen kurzen Überblick über die sechs aktuellen Arbeitsbereiche gibt unter anderem unser Artikel aus November 2025.
(Hier können einige Eindrücke vom aktuellen Leben der Familie Kovalev gewonnen werden.)

Seit Mitte des vergangenen Jahres sind sie am Aufbau einer neuen Gemeinde in Nowowolynsk, die sich vornehmlich an geflohene Menschen aus der Region Pokrowsk, Kriegsverletzte und Witwen richtet. An Weihnachten waren die Gemeinderäume voll, und auch aktuell erreichen uns immer wieder ermutigende Bilder und Meldungen aus der neuen Gemeinde in der Westukraine.
Diese Bilder und Berichte decken sich mit den Beobachtungen, die auch wir im vergangenen Jahr immer wieder machen durften.
Am 24. April 2025 berichteten wir nach der Rückkehr aus der Region Charkiw aus Cherche über unseren WhatsApp-Kanal:
„Es ist beachtlich, welches Vertrauen den Christen in der Ukraine geschenkt wird. Vor ein bis zwei Jahrzehnten brachte einen das Christsein in eine ähnliche Situation, wie wir es aus der DDR kennen: Wer Christ war, hatte weniger Chancen im Beruf, konnte nicht alles werden, bekam nicht die beste Bildung und war oft der Lächerlichkeit preisgegeben. Jetzt erleben wir, dass die Christen in Kultur-Zentren im Herzen der Stadt Gemeinde bauen dürfen. Wir erleben, dass in zerbombten Gegenden, zu denen kaum mehr jemand Zugang hat, den Christen Zutritt gewährt wird. Wir erleben, wie Gemeinden ungebremst wachsen dürfen. Das alles nur, weil Jesus sagt, wir sollen den Nächsten lieben wie uns selbst. Es macht unglaublichen Mut zu sehen, dass das Evangelium bis in den letzten Winkel und durch den kleinsten Spalt kriecht und seine Wirkung entfaltet. Lebendiges Wasser sucht sich seinen Weg sogar durch Felsen.“
In diesem Sinne möchten wir Sie bitten, uns auch weiterhin dabei zu unterstützen, den Menschen in der Ukraine zur Seite zu stehen, indem wir neben dem Engagement in einer Vielzahl von Nothilfe- und Sozialprojekten vor allem auch Pastoren und Gemeinden darin stärken, weiterhin in ihrem Dienst an den Menschen durch Jesus Christus wirksam zu sein.
Gottes Segen für das neue Jahr!
Für den Freundeskreis Ukraine
– von Südwest nach Nordost in Sachsen –
Dominik und Isabell Wetzel (Zwickau)
Daniel und Anna Bergmann (Hermsdorf)
Walther Kehrer (Auerbach/Erz.)
Michael & Susanna Friedemann (Burgstädt)
Andreas und Nicole Haftmann (Burgstädt)
Michael und Oksana Hochberg (Dresden)
