Im Sommer durften die Kinder aus der Region Charkiw einige wertvolle Tage in unseren Sommercamps erleben. Ermöglicht wurde dies unter anderem durch eine großzügige Spende von Schülerinnen und Schülern der Christlichen Schule Dresden sowie deren Eltern.
Unsere diesjährige Weihnachtspaket-Aktion richtet sich an genau diese Kinder aus der Region Charkiw. Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal mit einem kurzen Bericht auf die fröhlichen und wertvollen Sommertage zurückblicken.
„Lasst uns aber nicht müde werden, Gutes zu tun.“ (Galater 6,9)
Diese Worte aus der Bibel bekommen angesichts der Situation in der Region Charkiw eine ganz besondere Bedeutung. In diesem Sommer konnten dort 468 Kinder und Jugendliche an acht Tagescamps teilnehmen – Kinder, die trotz des Krieges einige unbeschwerte Stunden erleben, Gemeinschaft erfahren und einfach Kind sein durften.
Die Region Charkiw ist weiterhin täglich von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Besonders nachts kommt es immer wieder zu Angriffen mit Drohnen und Raketen. Deshalb wurden bewusst Tagescamps organisiert. Die Kinder konnten morgens zum Camp kommen und am Nachmittag wieder nach Hause zu ihren Familien zurückkehren. Für die Eltern war es wichtig zu wissen, dass ihre Kinder abends wieder sicher bei ihnen sind.
Und doch konnten diese wenigen Stunden am Tag zu einer wertvollen und fröhlichen Zeit werden.
Acht Camps – 468 Kinder
Insgesamt wurden acht Tagescamps an verschiedenen Orten der Region organisiert.
Den Anfang machte ein Camp im Dorf Babai, an dem 54 Kinder teilnahmen. Etwa 80 Prozent von ihnen kommen aus nicht religiösen Familien. Umso schöner war es, dass die Kinder in einer Atmosphäre von Annahme, Freude und Gemeinschaft erleben konnten, was es bedeutet, füreinander da zu sein.
Im Dorf Tschkalowe nahmen 25 Kinder am Camp teil.
Ein besonderes Camp wurde für mehr als 100 Jugendliche mit Behinderung im Alter von 14 bis 15 Jahren aus der Stadt Charkiw organisiert. Für diese jungen Menschen waren die gemeinsamen Stunden eine wertvolle Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben, Freude zu teilen und aus dem belastenden Alltag herauszukommen.
In Charkiw konnten weitere 128 Kinder an einem Tagescamp teilnehmen. In Besljudiwka waren es 42 Kinder, in Smijiw 22 Kinder.
Auch im kleinen Dorf Jakowliwka wurde ein Camp für etwa 8 bis 10 Kinder organisiert. Das achte Camp fand in Zusammenarbeit mit der Kirche „Grundstein“ in Charkiw statt. Dort konnten 87 Kinder teilnehmen.
So unterschiedlich die Orte und die Kinder waren, eines verband sie alle: Sie bekamen die Möglichkeit, für einige Stunden Sorgen und Ängste hinter sich zu lassen, miteinander zu spielen, zu lachen, Gemeinschaft zu erleben und neue Hoffnung zu schöpfen.
Ein großes Dankeschön!
Möglich wurden diese Tagescamps durch eine ganz besondere Spende: Kinder und ihre Eltern aus der Christlichen Schule Dresden haben gemeinsam Geld gesammelt, um diese Camps zu ermöglichen.
Was für ein schönes und starkes Zeichen! Kinder helfen Kindern. Familien denken an Familien, die weit entfernt leben und dennoch Teil unserer gemeinsamen christlichen Gemeinschaft sind.
Von Herzen ein großes Dankeschön an alle Kinder, Eltern und Familien, die sich an dieser Sammlung beteiligt haben!
Gott ist großzügig – und er gebraucht oft ganz einfache Dinge, um anderen Menschen zum Segen zu werden: ein offenes Herz, ein bisschen Zeit, eine Spende oder die Bereitschaft, mit anderen zu teilen.
Gerade in einer Zeit, in der so vieles von Angst, Zerstörung und Unsicherheit geprägt ist, sind diese Sommercamps ein kleines, aber wichtiges Zeichen: Wir sehen euch. Wir vergessen euch nicht. Ihr seid nicht allein.
468 Kinder konnten in diesem Sommer Gemeinschaft und Freude erleben. Vielleicht können wir nicht den ganzen Krieg beenden. Aber wir können etwas Gutes tun. Wir können Hoffnung schenken. Wir können teilen. Wir können füreinander beten und füreinander da sein.
„Lasst uns nicht müde werden, Gutes zu tun.“
Möge Gott alle Kinder und ihre Familien in der Region Charkiw beschützen. Und möge er uns immer wieder offene Herzen schenken, damit wir dort helfen, wo unsere Hilfe gebraucht wird.
Gott ist großzügig. Lasst uns diese Großzügigkeit weitergeben.
